54. Unsere Rückreise wird zur „never ending“ story

Wir starren auf den Computerscreen: Schon wieder! Schon wieder ist uns ein Rückflugticket gecancelt worden. Aber weit schlimmer ist die Nachricht, dass unser Reisebüro dicht macht. Unser „Anker“, die zuverlässige Unterstützung, fällt damit weg.

Herbststürme fegen über Auckland und bringen den lang ersehnten Regen. Für uns in unseren Hochsommerkleidern wird es kalt. Noch können wir keine wärmeren Kleider kaufen, alle entsprechenden Läden sind geschlossen.

Wie kommen wir nun zurück? Es scheint ein gewinnbringender Geschäftszweig für Fluggesellschaften zu werden, Flüge zu verkaufen, das Geld dafür einzukassieren und den Flug kurz darauf wieder zu canceln. Die Fluggesellschaften behalten das Geld und lassen die Kunden auf Gutscheinen mit begrenzter Gültigkeitsdauer sitzen. Im Internet gibt es Flugangebote zu jedem Termin und zu jeder Destination – es ist kein Problem, einen entsprechenden Flug zu finden. Aber unserer bisherigen Erfahrung nach wird der gebuchte Flug sehr schnell wieder gecancelt. Ein Grossteil der Angebote sind also Fake-Angebote. Nur welche sind Fake? Und welche sind real? Gilt das nicht rundheraus als Betrug?

„Triumph & Disaster“ könnten Reiseagenturbeschriftungen neu heissen. Inhaltlich: Ah! Ein Ticket gekauft! (Triumph) Kurz darauf: Oups, schon wieder gecancelt. (Disaster)

Dass Geldrückerstattungen schwierig sein könnten, ist uns klar. Aber auch für Gutscheine „prügelt“ man sich stundenlang mit störrisch-hilflosen Angestellten herum. Die in den Gesprächen gegebenen Versprechen haben keine Folgen. D.h. später müssen wir erneut in langen Warteschlaufen hängen, bis endlich jemand den Anruf beantwortet. Und dann, aber nur vielleicht, erhält man einen „Gutschein“. Bis heute hat uns noch keine Gutsprache erreicht, obwohl uns das mündlich zugesagt worden ist. Wir sind keine Ausnahme. Wir spüren, es ist Zeit für uns, zurück in eine gewisse Normalität zu kommen. Wir haben wieder einmal den gecancelten Flug „ersetzt“. Dafür gab es keine Zusatzgebühren. Mal sehen, wie lange er diesmal „hält“.

Die Corona Check-Points in Auckland bleiben geöffnet und leer. Inzwischen hat es 0 Neuinfektionen pro Tag. Trotzdem bleibt die Regierungspräsidentin vorsichtig. Immer mehr fragen: Zu vorsichtig? Oder gar stur?
Viele Blumen blühen auch noch im Herbst

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