Sydney ist ein Eldorado für Touristen. Tolles Klima, gute, öffentliche Verkehrsmittel, eine riesige Vielfalt an kulturellen Angeboten, Shoppingmalls grenzenlos und ein wunderschöner Stadtkern, in dem man sich zu Fuss bewegen kann.


Grundinformationen zur Geschichte der ersten europäischen Siedler in Australien und ihrer Beziehung zu den Aborigenes erhielten wir im Sydney Museum. In ihrer 2. Ausstellung erfuhren wir Grundsätzliches zur Entwicklung der Stadtarchitektur.

Wir machten anschliessend eine Stadtführung im Stadteil „Rocks“ mit. Dort zeigte uns die Begleiterin die wenigen Restgebäude aus der ersten Siedler-Zeit Sydneys und erzählte von Persönlichkeiten des frühen 19. Jahrhunderts. Z.B. von Mary Reibey, sie wurde als Sträfling nach Australien deportiert und entwickelte sich zu einer ausserordentlich geachteten und klugen Geschäftsfrau. Sie besass und leitete als erste Frau eine Bank.
Australien ist für Touristen teuer. Für alles werden Spezialtouren angeboten. Manchmal haben wir das Gefühl, sogar atmen werde speziell organisiert und berechnet.
Schon allein für den Hop on, Hop off Bus, hätten wir 80.- CHF hinblättern müssen. Das wenig „schreierische“, aber spannende Museum und die Stadtführung zusammen blieben deutlich unter diesem Preis. Wer hierher reist, macht sich am besten schlau darüber, wofür er sich interessiert und was ihm wieviel wert ist.





Die alten Häuser in „the Rocks“ in Sydney sind sorgfältig renoviert. Alles, was als „Heritage“ deklariert worden ist, wird geschützt und Bewohner haben strenge Auflagen zu erfüllen. Wie jung die „Heritage“ Gebäude sind, erstaunt nicht, wenn man bedenkt, dass die Besiedlung erst Ende des 18. Jahrhunderts angefangen hat. Erst seit 1978 werden alte Gebäude systematisch aufgelistet und geschützt. Das war einem chinesischen Kollegen unserer Freunde in Sydney nicht klar. Er kaufte ein Haus in ihrer Nachbarschaft, das unter Schutz stand, änderte beliebig ab, was ihm passte. Die Busse war so gewaltig, dass er das Haus wieder verkaufen musste.


Die Stadt boomt. Es wird enorm viel investiert und gebaut. Die Aborigines sind als Strassenmusiker und Bettler bemerkbar.
Wir wohnen bei Arturo und Maggie Escartin. In Chile haben wir ein Jahr lang zusammen gearbeitet im Frauenprogramm und in der Entwicklung von Materialien gegen Gewalt. Sie haben uns mit grosser Herzlichkeit aufgenommen. Australien ist ihre Wahlheimat.


