40. Essen in Australien

Man isst gut in Australien. So gut, dass von 26 Millionen Einwohnern mehr als die Hälfte übergewichtig bis adipös ist.

An der Landestelle der Fähre in Sydney fischen Einheimische gemütlich

Ihr typisches Essen seien „Fish and Chips“ mit Bier, lachen die Ostküstler. Es gibt aber viel mehr: Zu erlesenem Wein werden Meerfische und Meeresfrüchte serviert mit verschiedenen Gemüsen, wenig Salat. Vieles kommt frittiert auf den Tisch.

Fish & Chips Ostküstenstyle

Selbstverständlich gibt es Schafs- und Rindfleisch in bester Qualität und günstig. Es hat verschiedene Wurstarten, viele erinnern an deutsche Bratwurstsorten. Auf allen Campingplätzen, auf denen wir übernachtet haben, gibt es Küchen und beste BBQ/Grill Einrichtungen, die rege benutzt werden. An den Stränden trifft man immer wieder auf Gruppen, die fröhlich grillieren, picknicken und feiern. Auch vegetarische Alternativen werden angeboten.

Eine fröhliche Gruppe grilliert am Strand an der Narabeen Beach
Ein Laden voll fangfrischem Fisch

Kängurufleisch oder Krokodil oder Schlange haben wir nirgends im Einkaufsangebot gefunden, nicht einmal Straussensteaks. Aber in den grossen Ladenketten wie Coles oder Woolworths ist so etwas wohl kaum zu erwarten. Dafür finden sich an vielen Tankstellen als Zwischenmahlzeit warme „Meat Pies“, das sind Hackfleischtörtchen oder auch Würstchen im Teig.

500 Gramm Rindsteak mit Coleslaw und Mayonnaise im Restaurant
Asiatisches Essen wird immer beliebter

Neben den deftigen Hauptgängen werden feine Kaffees angeboten, Cappuccino, Latte Macchiato, guter alter Brühkaffee, Nestlépulver-Café…, meistens in Pappbechern und mit Plastiklöffeli… dazu bestes Speiseeis und viele Kuchen. Pies werden gerne mit Doppelrahm serviert. Ich denke: „Soviel Fett? Und das praktisch ohne Bewegung?“ Bewegung scheint nicht einfach im Alltag einbaubar zu sein. Sport ist an den Schulen in Australien gestrichen worden und Erwachsene müssen für alle organisierte Bewegung bezahlen. Am frühen Morgen sieht man immer wieder Jogger, aber nur in kleinem Mass. Nur wenige fahren Velo. Für die meist weiten Distanzen in die Schule, zur Arbeit oder sogar zum Nachbarn braucht es ein Auto.

„Fressbeiz“ in Rockhampton
„The Leap“, ein tolles 150-jähriges Kaffee an der Pacific Coast Road