37. Australien, der uralte Jungkontinent

Atherton Tablelands
Die tropische Vegetation ist omnipräsent wunderschön

„Passt beim Zoll in Sydney ja auf! Er ist streng und die Bussen sind astronomisch, wenn ihr mit irgend etwas Verbotenem erwischt werdet.“ „Was ist verboten?“ fragten wir. Die Liste ist lang: Es dürfen keine Pflanzen, kein Essen, keine Samen, kein Schmutz an den Schuhen mitgebracht werden, keine Schnorchel, die im Süsswasser im Einsatz waren… etc.etc. Wir stellten uns verrückte Fragen. Etwa: Gilt Baumwollkleidung auch als „pflanzlicher Import“? Ist also verboten? Ist der Schlafsack aus echter Seide, er ist von tierischem Ursprung… verbotene Importware?

Der Zollübertritt in Sydney ging schnell und problemlos vorbei. Wir hatten genug Zeit, um die Gepäckstücke neu einzuchecken und nach Cairns umzusteigen. Alles klappte erfreulich einfach. In Cairns wollten wir per Bus weiter nach Port Douglas fahren. Wir waren nach 24 Stunden non-stopp Reise recht müde. Wir wurden aber schnell wieder wach, als wir die Preise für die kurze Strecke nach Port Douglas hörten: „Tja“, sagte der Schalterbeamte, „sie wollen mit dem öffentlichen Bus nach Port Douglas weiter reisen? Das kostet pro Person 150 AU$. Könnte etwas günstiger kommen, falls es noch andere Fahrgäste hat.“ „Wie teuer wäre ein Taxi?“ wollten wir wissen. „Etwa 400 AU$“, war die Antwort. Endlich fielen uns die vielen Verleihautoschalter gleich nebenan auf und die langen Warteschlangen davor. Wir erfuhren: Für das Taxigeld nach Port Douglas können wir ein Verleihauto für 5 Tage mieten. Das haben wir dann getan und waren damit bestens ausgerüstet, um zu den wunderschönen Regenwaldparks im Norden zu gelangen und ins Stadtzentrum, an den Hafen. Vieles beruht hier auf Privatverkehr. Öffentliche Buslinien scheinen keinen Sinn zu machen.

Unser schaurig blaues Mietauto.

Auf unser Zimmer in Port Douglas haben wir uns nach den z.T schäbigen, immer aber einfachen und kleinen Zimmern in den Philippinen gefreut. Es war ein riesiger Upgrade in ein 5 Sterne! Resorthotel hinein. Als wir ankamen, merkten wir, dass es nicht um ein Hotelzimmer ging, sondern um die private Luxustoilette einer Resortwohnung, die als „Zimmer“ vermietet wurde, Hinter der Trennwand des WCs stand ein Doppelbett. Wir fanden schriftlich ellenlange Vorschriften und viele Verbote aufliegen. Zudem waren wir ausgeschlossen vom Zimmerdienst, die versprochene, tolle Sektflasch zum Empfang stellte sich als Essig sauren Rotwein ohne Etikette heraus. Es war einfach lächerlich. Und das haben wir dann auch getan. Wir haben gelacht, bis wir nicht mehr konnten. Etwas wirklich Gutes hatte das Bad-Zimmer doch. Wir durften wie die „richtigen Gäste“ auch in der Resortlagune schwimmen.

Hinter der Badewanne stand dann das Doppelbett.