33. Bacolod, eine poetische Stadt

Wer über Bacolod in den Reisebüchern und Blogs nachliest, findet touristisch entmutigende Beschreibungen: Nüchtern, gerad gezogene Strassen, grösste Stadt auf der Insel Negros, keine anderen Sehenswürdigkeiten ausser das Nachbarstädtchen Silay…

Edlef und ich amüsieren uns, seit wir gestern angekommen sind, prächtig. Überall entdecken wir Witziges und Poetisches. So wohnen wir im Hotel „cakefully yours“

„Respectfully yours“…äh… “ cakefully yours

Der Teeladen mit Crêpes wird zu Crepetealogy und ist „the science of brewing happiness“ … oder lehnten sie sich eher an Theologie an? Wäre auch super.

An den Wänden finden wir überall Lebensweisheiten, welche die Menschen hier bejahen. Etwa „Happiness is not a destination it is a way of life“ oder „smile if you like me“. In den Philippinen haben sie pro Jahr rund 20 Taifune. Sie aber schreiben an ihre Wände:

Im Leben geht es nicht darum, darauf zu warten, dass ein Sturm vorbei gegangen ist, sondern darum zu lernen, im Regen zu tanzen

Wir haben im Museum von Bacolod Kunst gefunden, welche die Realitäten aufnimmt, aber auch ein Augenzwinkern beibehält.

Starke Frau mit Stumpen
Freiheitsstatue „na Prost denn…“

Die Kanalisation ist mitbedacht und so weit gediehen, wie möglich

Hoffnungsvolle Kanalisationsanfänge bei einem grossen Haus. Im Abfluss picken Hühner nach Würmern und Insekten
Mit Plastikabfall kann begrünt werden, viele der Häuschen benützen ehemalige Abwaschmittel- Öl- Trinkwasserbehälter als Blumentöpfe

Die Menschen lieben es offensichtlich, in Bacolod zu leben. „Alles ist hier billiger als in Manila und viel ruhiger!“ strahlte der Driver, der uns von Bacolod zum Sightseeing nach Silay gebracht hatte. Er lebe mit Frau und Kindern seit langem hier. In Bacolod sei alles besser und die Leute seien freundlich.

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