Heute wollten wir im 49. Stock des berühmten Skydecktowers einen Kaffee trinken. Wir waren darauf gefasst, dass es teuer würde. Beim ersten Eingang hiess es, der Eintritt koste pro Person 10 Dollars. „Kann man im Skydeck Kaffee trinken?“ fragte Edlef freundlich. „Nein“, entschuldigte sich der junge Angestellte, das kann man nur im 52. Stockwerk. Die Fahrt nach oben ist dann gratis.“ „Wie teuer wohl ein solcher Kaffee wird?“ fragten wir uns etwas bange und marschierten zum nächsten Eingang. Wieder falsch. Zum Kaffee war es noch einen Eingang weiter. Wir wurden an die Rolltreppe verwiesen, dann über eine Brücke zum nächsten Kontrollposten, dann an einen ersten Lift, dann an eine Kontrolle, dann an einen letzten Lift und uff, wir waren im 52.Stock. Es hat hier eine phantastische Aussicht! Ho Chi Minh City ist in einer rasend schnellen Entwicklung zwischen Billigstmärkten und fancy Einkaufsstrassen mit Dior, Gucci, Adidas und 5 Stern-Hotels.


Das Beste an unserer Kaffeetour ist, wir kamen gerade rechtzeitig zur Happy Hour und statt einen völlig überteuerten Kaffees für CHF 9.- zu erstehen, tranken wir einen Apéro für CHF 6.-

Wir erleben immer wieder: Es ist etwas völlig anderes, ein ganzes, kompliziertes Prozedere zu durchlaufen und dann hochzufrieden z.B. im 52. Stock Apéro zu trinken, als von einem teuren Guide geführt, alles problemlos und langweilig perfekt hinter sich zu bringen. Wir haben uns geschworen, keine langen und teuren Gesamtpakete mehr zu buchen wie unsere Mekongriver Tour. Man hakt zwar die einzelnen Punkte und Events effizient ab, aber das Ganze hinterlässt das Gefühl,Teil einer anonymen Herde zu sein. Die Menschen, die wir an solchen Touristenevents kennen gelernt haben, sind freundlich, aber manche von ihnen sind auch beeindruckend leer.