
Die Reisegruppe besteht aus insgesamt 28 Personen. Sie kommen aus Australien, den USA und aus England. Wir sind die einzigen, deren Muttersprache nicht Englisch ist. Es gab keinerlei Vorstellungsdynamiken. Trotzdem wussten wir sehr schnell die Namen untereinander. Die meisten sind pensioniert. Gestern und heute gab es echte Touristenhotspots: Velofahren zu einer Ziegelbrennerei. Dort werden von Hand Backsteine hergestellt von Frauen und über 80- jährigen Männern. Da es eine harte, mühsame Arbeit ist, ist sie mit Sicherheit sehr schlecht bezahlt.
Wir erhielten Einblick in die dörfliche Produktion von Waren zum Verkauf an Einheimische und Besuchende: Eine Töpferin demonstrierte, wie sie Krüge ohne Töpferscheibe herstellt in perfekter Symetrie und ein Bauer erkärte uns, wie Palmwein gewonnen und Palmzucker produziert wird.




Wir liessen uns von Ochsengespannen durch die Dörfer ruckeln, fast alle unserer Mit-Touristen holten sich den Segen eines buddisthischen Mönchs und zahlten dafür. Edlef und ich beobachteten die Segnung fast ein bisschen betreten: mit wieviel Sehnsucht viele unserer Mitreisenden auf den Mönch zukrochen, um wie verlangt, „respektvoll“ den Segen entgegen zu nehmen! Wer hätte das von all den Lehrern, Juristen, Ärzten und Krankenschwestern, Geschäftsleuten und bodenständigen Unternehmern gedacht?

Und dann sind wir stundenlang auf einem Nebenfluss des Mekongs gefahren, an schwimmenden Dörfern vorbei und winkenden Kindern: I love you! Madam – Sir…! Hello.




