Wir sind nun für 2 Tage in Udupi. Verglichen mit Thrissur scheint uns die Stadt (165’000 EinwohnerInnen) fast ruhig. Aber auch hier dröhnen Baumaschinen, braust der Lärm und hupen die Autos. Für die Fahrt Thrissur – Udupi benützten wir den Zug. Es gibt recht angenehme Wartesäle am Bahnhof, darunter auch einen Saal nur für Frauen. Das Einsteigen in den Zug und die Anfahrt sind für uns brave Schweizer beängstigend. Offene Türen, auch während der Fahrt… aufspringen, wenn der Zug anfährt…all das gehört zum „fröhlichen“ Zugerlebnis. Uns aber stehen die Haare zu Berg.
Edlef schreibt: Die Fahrt selber war „interessant“. Wir hatten ein Bett oben und eines unten im 4-er Abteil. Einer der beiden Mitreisenden hatte sich schon zwei Kissen unter den Kopf geschoben und schnarchte fröhlich vor sich hin, sodass uns eines fehlte. Aber der Aufseher brachte uns schnell ein Ersatzkissen. Während etwa 2 Stunden schrie ein Bébé im Nachbarabteil wie am Spiess, weshalb die Nacht kurz ausfiel. Am Morgen Kaffee mit Guetzli, dann interessante Gespräche mit einem der Reisegefährten über das Leben eines gebildeten Inders in Dubai (er fühlte sich dort von oben herab behandelt) und in Singapur (er fühlt sich respektvoll angenommen und gleichberechtigt).