3. Taxidrivers und „No problem“

Die Gruppe für Theologie der Commission of World Mission and Evangelisme des ökumenischen Rates der Kirchen (WCC) verabschiedete sich am 2.11. voneinander. Alle waren ganz zufrieden. Dies hatte drei Gründe. Zum einen, weil der wichtige, theologische Text zur Eingabe im WCC bereit war, dann auch weil alles in einer guten und konstruktiven Stimmung durchgeführt werden konnte und der dritte Grund war die Dringlichkeit, mit der jeder und jede wieder zur eigenen Arbeit zurück wollte.

Edlef und ich wurden von einem Fahrer von Bishop George nach Appaluza chauffiert. Er wollte auf keinen Fall eine Bezahlung annehmen für die lange Strecke. Bischof George wolle, dass wir gut begleitet seien. Darum sei ihm unser Wohlbefinden so wichtig als wären wir seine eigenen Eltern. Wir waren zutiefst beeindruckt. Schön, so behütet ins Reisen hineinbegleitet zu werden.

Wie sehr dies zu schätzen ist, lehrte uns die Erfahrung mit dem Taxidriver vom Hotel in Cochi. Dieser verhalf uns zwar zu einer unglaublich günstigen, indischen Prepaidcard, er schleppte uns aber auch zu Kollegen, die uns unverschämt teuer Fisch servierten und er versuchte alles, damit wir Seidenteppiche für tausende von Dollars oder wenigstens unsäglich teuren Schmuck kaufen würden. Als wir nicht „anbissen“, wurde er nicht wütend, nicht einmal unangenehm. „No problem“ meinte er, aber versuchen könne man ja… Und dabei wackelte er mit dem Kopf in der unnachahmlichen 8-er Bewegung der Einhemischen. Edlef und ich üben sie. Denn die „no problem“- Haltung gefällt uns ausserordentlich gut. Auf schwyzerdütsch würde mal wohl sagen: „He nu so denn…“ Und das elegante Kopfwackeln wäre ein einfaches Schulterzucken.